Der „Haken“
von Jan Markos
Der „Haken“ ist ein weit weniger bekanntes strategisches Thema als z.B. das Läuferpaar, Raumvorteil etc. Aber es ist dennoch sehr interessant und für die Praxis lohnenswert, sich damit zu beschäftigen! In seinem Videobeitrag erläutert Jan Markos das Konzept anhand dreier Beispiele.

In Duda – Laznicka (2019) investierte Weiß mit 32.Dh5 ein Tempo, um 32...g6 zu erzwingen (die Dame zieht nach f3 zurück) und damit einen Angriffspunkt, einen „Haken“ auf g6 zu kreieren. Eine überaus lohnende Investition, denn nun ist gegen den weißen Angriff kein Kraut gewachsen.
Ein ähnliches Szenario findet sich im Beispiel – Leko – Radjabov (2006):

Leko spielte 19.Sf5!!, es folgte 19...g6 20.Sfe3 und wenige Züge später stand Schwarz mit desaströser Königsstellung auf Verlust.
Das dritte Beispiel hat einen anderen Charakter: Mit 12...Dh4 ...

provoziert Schwarz 13.h3. Wie aber geht es nach 13...Tae8 14.0-0 weiter?